Albanien - im Land der Skipetaren

24.6.-2.7.06

Von Wien mit dem Flugzeug nach Tirana. Nach knappe 2 Stunden Flug wurden wir von Hamit Salkurti erwartet, der uns dann die ersten Tage begleitete. Mit dem Bus fuhren wir nach Durres, dem Badeort am Meer, wo wir das Gefühl hatten in Italien zu sein. Weiter ging es über Elbasan zum Ohrid See und nach Korce. Hier hatten genossen wir mit Freunden unseres Reiseorganisators Dr. Hillgarter, albanische Spezialitäten.

Am nächsten Morgen besuchten wir den Basar und das Ikonenmuseum, welches sehenswert ist. Neben wenigen alten Häusern sieht man sehr viele Neubauten.

 

 Blick auf Korce

 

Danach ging es weiter zum Prespa See, wo wir Rast machten und schwimmen gingen.

 

Durch den Galicica Nationalpark  nach Ohrid und durch das wunderschöne Tal Crni Drim in Mazedonien fuhren wir bei Debar wieder über die Grenze nach Albanien zurück, wo wir in Peshkopi die Nacht verbrachten.

Nun ging es weiter nach Radomire am Fusse des Korab Gebirges, wo wir den höchsten Berg Albaniens besteigen wollten. In einem einfachen Bauernhaus war unser Quartier.

 

Wir machten einen Rundgang durch das Dorf, erkundeten die zwei Molkereien, kosteten den frischen Schafkäse und wanderten durch den Wald zu einem versteckt liegenden See, in dem wir ein erfrischendes Bad nahmen.

Hinter wunderschönen Blumenwiesen und grasenden Schafen erblickten wir unser Ziel, den 2764 m hohen Korabi, den höchsten Berg des Balkans. Der Gipfel ist der rechte Gipfel im Hintergrund. Der Aufstieg erfolgt entlang des Baches und dann von hinten auf den Berg.

Frühmorgens im 5 Uhr brachen wir auf. Bergan ging es entlang des Wildbaches, durch  Blumenwiesen auf eine Hochebene, wo die Dorfbewohner ihre Schafe halten. 25 000 Schafe sollen dort grasen. Jeden Morgen reiten die Bauern auf Pferden zu ihren Schafen und transportieren die Milch wieder ins Dorf, wo Schafkäse erzeugt wird.

 

Nach einem leichten Anstieg erreichten wir das Dreiländereck - Albanien - Mazedonien - Kosovo.

  Blumenpracht

Ständig bergauf und bergab wanderten wir weiter, teilweise über Schnee, bis wir nach ca 7 Stunden den Gipfel des Grenzberges zwischen Albanien und Mazedonien, erreichten.

Ein längerer Abstieg durch ein Wildbachtal stand uns bevor, bis wir schließlich nach 12 Stunden im einzigen Geschäft, Gasthaus, Dorfschenke, unseren Gipfelsieg bei Bier und Fussballweltmeisterschaft im Fernsehen feiern konnten.

 

Am nächsten Tag wanderten wir ein Stück bergab, fuhren mit dem Bus bis Peshkopi, aßen am Ufer der Drina Forellen und badeten im glasklaren Fluss.Abends hatten wir noch eine Einladung bei Hamit in seinem Haus, wo wir gastfreundlich bewirtet wurden.

Am nächsten Tag stand uns eine längere Fahrt  durch ein landschaftlich wunderschönes Tal über Bulqize - Burrel nach Tirana bevor.

Nachmittags fuhren wir mit der Seilbahn auf den Dejti und wanderten durch den Nationalpark mit Blick auf Tirana.

Stadtbesichtigung war dann  angesagt: Nationalmuseum, Moschee, moderne Gebäude, viele Mercedes, Bautätigkeit, wohin man blickt.

 

Danach ging die Fahrt über Durres nach Diviake mit Wanderung in einem Waldreservat, in dem Aleppokiefern stehen, Schildkröten und Schlangen hausen, Besichtigung der Lagune von Karavastase, einem Vogelreservat, wo leider die Vögel alle Mittagsruhe hielten und Baden am Strand.

Nach Fier und den Altertümern von Apollonia führte uns die Fahrt am nächsten Tag.

 

 

Einstmals eine Hafenstadt liegt nun der Ort 10 km mitten im Land.

Nach einem erfrischenden Bad am Meer ging es zurück nach Tirana.

Am letzten Tag besuchten wir noch das Bergstädtchen Kruja, mit einem Basar, dem Skanderbegmuseum und einem alten Bauerhof, welcher als Volkskundemuseum eingerichtet ist.

 

Eine interessante Reise, in ein Land, das vor wenigen Jahren noch kaum besucht werden konnte war zu Ende.

 

Organisation: ÖAV Wolfsberg, die Teilnehmer mit Begleiter

Kontakt Hamit: korabitt@yahoo.com

 

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